Unsere Geschichte

Die Schützenkompanie wurde nach fast 50 Jahren im Jahre 1952 wieder gegründet. Bis 1923 bestand die Kompanie fast durchlaufend seit den Freiheitskämpfen 1702, 1809, 1848-49 usw.

Besonders vermerkt wird der Kampf an der Zillerbrücke am 13. bzw.14. Mai 1809. Nikolaus Hochmuth führte die Mannen damals ins Treffen. 84 Mann allein von Brugg Schützenhauptmann Nikolaus Hochmuth. Nach ihm führte sein Sohn Franz Hochmuth die Kompanie 1848-49. Kampfgebiet: Welschtirol - Südtirol.

Einzelne Ereignisse sind leider nur wenige verzeichnet. “Huldigungsfeier in Innsbruck 1838”. Unsere alte Fahne ist auf 1838 datiert, wurde auch inzwischen 2x restauriert. Auf der Vorderseite ist die heilige Familie, auf der Rückseite der österr. Doppeladler auf weiß-grün abgebildet.

Das grösste Ausrücken für die Kompanie von damals war die Jahrhundertfeier 1809 - 1909, Kompaniestärke 40 Mann mit 2 Marketenderinnen, Schützenhauptmann war Sebastian Brandacher, Bauer zu Obholz am Bruckerberg (ein Tiroler vom Scheitel bis zur Sohle).

Im 1. Weltkrieg rückte er als Standschützenhauptmann ein. Die damalige Kompaniestärke: Hptm. Sebastian Brandacher, Fähnrich Nikolaus Hechenblaikner, Oblt. Georg Rieser, Lt. Franz Kupfner, Bitlbauer Tambour Kassian Hochmuth, Ölbrenner und Schwegler Anton Gruber mit 40 weiteren Schützen.

1923 letztes Ausrücken zu einer Nachprimiz. Vertretungen bzw. Fahnenabordnungen zu den Schützenbegräbnissen, 1934 zur 125 Jahrfeier.

Die neu erstellte Kompanie, allerdings schwach, zum Bahnjubiläum 50 Jahre Zillertalbahn nach Mayerhofen (14 Mann). Unter Hptm. Wurm Franz 1. Regimentsfest 1952 in Zell a. Z. 1953 ordentliche Gründungsversammlung unter Hptm Josef Rieder, Oblt. Brandacher Johann, Stv. Alois Haas u. Platzer Johann, Fähnrich Wurm Franz (gleichzeitig Obmann) mit 25 Mann.

Es folgten verschied. Ausrückungen zu Prozessionen, Regimentstreffen u.a. 1959 zur 150 Jahrfeier nach Innsbruck. Die alljährliche Hauptversammlung findet am Stefanitag statt und endet abends am traditionellen Schützenball.

1962 starb Hptm. Josef Rieder, die Kompanie führte bis zur Neuwahl Hptm.Stv. Johann Platzer, der dann auch zum hauptmann gewählt wurde. 1955 wurde die neue Fahne unter der Fahnenpatin Lisi Rieder eingeweiht. 1966 wurde für die Kirchenrenovierung ein Preisschiessen abgehalten, wodurch ATS 21.000,00 beigesteuert werden konnten. 1982 wurde von der Gemeinde ein neues Mehrzweckhaus errichtet, wo sich auch das Schützenheim mit dem Schießstand befindet. Die Räumlichkeiten wurden von den Schützen selbst aufgebaut und eingerichtet. Die 4 Stände Luftgewehr haben gespendet: Ehrenmajor ÖR. Adolf Troppmair, Ehrenkranzträger Alois Keiler, Moser Gustl Hw. Pfarrer GR. Wolfgang Zeppetzauer, Pinzger Josef und Koidl Alois. Am 25.04.1984 starb unser Ehrenmitglied Pfarrer Zeppetzauer.

Ausrücken zur Gedenkfeier “Zillerbrücke” im Juni 1984. Bruck hatte im Kampf um Tirols Freiheit 1809 11 Gefallene zu beklagen, die in der im Jahre 1984 von den Schützen in Reith neu errichteten Gedenkstätte bei der ehem. Leonhardskapelle verewigt sind. 1984 Teilnahme mit 29 Mann beim grossen Festzug zu 175-jährigen Landesgedenkfeier. 1985 wurden verdiente Persönlichkeiten in der Gemeinde Bruck mit einer Verdienstmedaille ausgezeichnet und Ehrenoffizier Johann Schmalzl, geb. 1890 (95-jährig), und Alois Hass, geb. 1900 (85-jährig), mit den Langjährigkeitsmedaillen für 75 bzw. 65 Jahre “ein Leben für die Schützen” geehrt.

Der Aufbau der Kompanie war schwierig, es gab manches Hoch und Tief. Die Gemeinde war stets großzügig und den Schützen wohlgesonnen. Dem Bürgermeister Ing. Hartl Enthofen , sowie dem Gemeinderat gebührt grosser Dank und Anerkennung. Seit Dez. 2002 führen unser neuer Hptm. Markl Werner und Obmann Helmuth Eberharter mit grosser Einsatzfreude die Kompanie.

Möge der Schützengeist weiterhin so rege sein, daß er stets die Oberhand über den jetzt herrschenden Urgeist behält!

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